Stream
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Vortragsreihe
Von der Saarabstimmung 1955 bis zur
„Kleinen Wiedervereinigung“ 1957
Am 23. Oktober 1955 entschied sich eine Mehrheit der Saarländerinnen und Saarländer gegen das sog. Saarstatut, das ein Jahr zuvor durch die Regierungen Frankreichs und Deutschlands ausgehandelt wurde. Zwar wurde die Ablehnung allgemein so verstanden, dass ein Beitritt zur Bundesrepublik gewünscht war, jedoch gab es dazu keine Regelungen. Es musste neu verhandelt werden. Der Prozess der Wiedervereinigung erfolgte in zahlreichen kleinen Schritten und nicht über Nacht. Die Vortragsreihe beleuchtet einerseits die übergeordneten Aspekte wie die Deutsch-Französischen Beziehungen oder die wirtschaftliche Eingliederung in die Bundesrepublik, wird aber auch die Auswirkungen auf Arbeiterinnen und Arbeiter, Kunst und Umweltfragen aufzeigen.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Staatskanzlei des Saarlandes, dem Historischen Museum Saar, der Universität des Saarlandes, dem Pariser Büro des Saarlandes sowie dem Deutschen Historischen Institut in Paris statt.
Die bisherigen Vorträge finden Sie hier…
Ralf Banken
Alte Strukturen, große Hoffnungen
Die Saarwirtschaft vor der Eingliederung in die Bundesrepublik 1956
in Kooperation mit der Staatskanzlei des Saarlandes und dem Historischen Museum Saar
18.06.2026 | 18:00 Uhr | Historisches Museum Saar (Schlossplatz 15 | 66119 Saarbrücken)

Nach der Eingliederung in die Bundesrepublik 1957 entwickelte sich die Saarwirtschaft deutlich schlechter als erwartet und fiel gegenüber anderen bundesdeutschen Wirtschaftsregionen zurück. Dies stand im Widerspruch zu den Erwartungen der Saarländer, die – neben anderen Ursachen – im Herbst 1955 auch wegen der großen wirtschaftlichen Erfolge in der Bundesrepublik gegen das Saarstatut und ein autonomes Saarland gestimmt hatten. Die damalige Erwartung, nach einer Eingliederung in die bundesdeutsche Wirtschaft vom bundesdeutschen Wirtschaftswunder zu profitieren, übersah jedoch, dass die Saarwirtschaft strukturell immer noch auf Kohle und Stahl beruhte und auch die anderen Wirtschaftszweige vielfach dem intensiveren Wettbewerb in der Bundesrepublik nicht gewachsen waren. Im Vortrag wird zum einen die Entwicklung der saarländischen Wirtschaftsentwicklung von 1945 bis 1956 nachgegangen und zum anderen deutlich gemacht, warum die saarländische Wirtschaft aufgrund ihrer damaligen Strukturen nach 1959 in Probleme geriet.
apl. Prof. Dr. Ralf Banken, Goethe Universität Frankfurt am Main, Studium der Geschichte- und Sozialwissenschaft in Münster, Promotion zur Industrialisierung der Saarregion und Habilitation zur Entwicklung des Edelmetallsektors im Dritten Reich. Seit 1990 als Wirtschafts- und Sozialhistoriker an zahlreichen Universitäten in Forschung und Lehre tätig.

Bernd Reichelt
„Für mich wart ihr nie draußen, ihr wart immer drinnen.“
Der Saarfußball zwischen Deutschland, Europa und der Welt, 1951–1957
in Kooperation mit der Staatskanzlei des Saarlandes und dem Historischen Museum Saar
16.07.2026 | 18:00 Uhr | Historisches Museum Saar (Schlossplatz 15 | 66119 Saarbrücken)
Salvatore Pisani
Städtebau als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln
Zum Wiederaufbau des Saarlands 1945–1955
in Kooperation mit der Staatskanzlei des Saarlandes und dem Historischen Museum Saar
29.10.2026 | 18:00 Uhr | Historisches Museum Saar (Schlossplatz 15 | 66119 Saarbrücken)
Bitte beachten Sie das neue Datum (29.10.2026) des Vortrags!
Gabriele Clemens
Aufbruch in die Moderne
Das Saarlandmuseum
in Kooperation mit der Staatskanzlei des Saarlandes und dem Historischen Museum Saar
24.09.2026 | 18:00 Uhr | Historisches Museum Saar (Schlossplatz 15 | 66119 Saarbrücken)
Bitte beachten Sie das neue Datum (26.11.2026) des Vortrags!